Von Profi Golfer Lukas Nemecz empfohlen

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Putten üben zuhause – auch ohne Puttingmatte

Putten üben zuhause – auch ohne Puttingmatte

Putten üben zuhause – auch ohne Puttingmatte

Statistisch gesehen entfallen auf das Putten rund 40 Prozent aller Schläge einer Golfrunde. Trotzdem investieren viele Freizeitgolfer den Großteil ihrer Übungszeit in den vollen Schwung. Dabei lässt sich das Putting mit einfachen Mitteln hervorragend zuhause trainieren – ganz ohne teure Ausrüstung.

Warum sich Putting-Training zuhause besonders lohnt

Anders als beim vollen Schwung benötigen Sie für das Putten wenig Platz und keine große Ausholbewegung. Schon 10 bis 15 Minuten tägliches Training auf dem Teppich verbessern Gefühl, Distanzkontrolle und Konstanz spürbar – und das unabhängig von Wetter oder Platzverfügbarkeit.

Was Sie für das Heimtraining benötigen

  • Einen glatten, kurzfloorigen Teppich oder Hartboden
  • Ihren eigenen Putter
  • Ein paar Golfbälle
  • Optional: Klebeband, Bücher oder Tassen als improvisierte Hilfsmittel

Übung 1: Der Teppich als Puttinggrün

Ein glatter, kurzfloriger Teppich eignet sich gut als improvisierte Puttingfläche. Legen Sie eine Tasse oder ein umgedrehtes Glas als Ziel aus und üben Sie aus verschiedenen Entfernungen zwischen einem und drei Metern.

Übung 2: Gerade Linie mit Büchern

Legen Sie zwei Bücher parallel im Abstand der Puttergröße aus und versuchen Sie, den Ball zwischen ihnen hindurchzuputten, ohne die Bücher zu berühren. Diese Übung trainiert eine gerade Schlagbahn und zeigt sofort, wenn der Putterkopf während des Schlags aus der Linie läuft.

Übung 3: Distanzkontrolle mit Markierungen

Kleben Sie mehrere Markierungen in unterschiedlichen Abständen (z.B. 1, 2 und 3 Meter) auf den Boden und versuchen Sie, den Ball möglichst nah an jede Markierung heranzuputten, ohne sie zu überrollen. Diese Übung schult besonders das Gefühl für unterschiedliche Schlagstärken.

Übung 4: Ein Ball, geschlossene Augen

Putten Sie einen Ball zu einem Ziel und schließen Sie kurz vor dem Schlag die Augen. Diese Übung schult das Distanzgefühl unabhängig von visuellen Reizen und wird auch von vielen Profis zur Sensibilisierung eingesetzt.

Übung 5: Der Uhren-Drill

Legen Sie mehrere Bälle im Kreis um ein Loch oder Ziel herum aus – wie die Ziffern einer Uhr – und versuchen Sie, jeden davon aus gleichem Abstand zu versenken. Diese Übung trainiert Konstanz aus unterschiedlichen Winkeln.

Übung 6: Metronom-Training für den Rhythmus

Nutzen Sie eine Metronom-App auf Ihrem Smartphone, um einen gleichmäßigen Rhythmus für Rückschwung und Durchschwung beim Putten zu entwickeln. Ein konstanter Rhythmus ist oft wichtiger für die Präzision als reine Technik.

Typische Fehler beim Putting-Training zuhause

  • Zu schnelles Training ohne Fokus auf saubere Ausführung
  • Immer die gleiche Distanz üben, statt zu variieren
  • Fehlende Kontrolle der Schlägerkopfstellung im Treffmoment

Häufig gestellte Fragen zum Putten-Training

Wie oft sollte ich zuhause putten üben?
Bereits 10 Minuten täglich sind effektiver als eine einzelne lange Trainingseinheit pro Woche, da sich Bewegungsmuster durch Wiederholung festigen.

Funktioniert das Training auch auf unebenem Untergrund?
Ja, unebene Böden wie Teppichböden mit leichten Unebenheiten können sogar zusätzlich das Gefühl für Breaks (seitliche Neigungen) auf echten Grüns schulen.

Brauche ich für den Anfang eine Puttingmatte?
Nein, für den Einstieg reichen die oben beschriebenen Übungen völlig aus. Eine Matte kann später sinnvoll sein, um realistischere Rollbedingungen zu simulieren.

Fazit

Regelmäßiges Putting-Training zuhause – auch ganz ohne spezielle Matte – kann Ihre Ergebnisse auf dem Grün spürbar verbessern. Wichtiger als teure Ausrüstung ist die Konstanz Ihres Trainings.

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