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Golfschläger richtig greifen: Die 3 wichtigsten Grip-Varianten

Golfschläger richtig greifen: Die 3 wichtigsten Grip-Varianten

Golfschläger richtig greifen: Die 3 wichtigsten Grip-Varianten

Der Griff ist die einzige Verbindung zwischen Ihnen und dem Schläger – entsprechend wichtig ist es, ihn von Anfang an richtig zu erlernen. Ein fehlerhafter Griff ist eine der häufigsten Ursachen für inkonstante Ballflüge, noch bevor überhaupt der Schwung beginnt. Es gibt drei etablierte Grip-Varianten, die je nach Handgröße, Kraft und persönlicher Vorliebe unterschiedlich gut passen.

Warum der Griff so entscheidend ist

Die Position der Hände am Schläger bestimmt maßgeblich, wie sich die Schlagfläche während des Schwungs verhält. Ein zu "starker" oder zu "schwacher" Griff kann bereits vor jeder Schwungbewegung zu einer offenen oder geschlossenen Schlagfläche im Treffmoment führen.

Der Overlap-Grip (Vardon-Grip)

Bei dieser klassischen und am weitesten verbreiteten Variante legt sich der kleine Finger der unteren Hand über den Zeigefinger der oberen Hand. Benannt ist der Grip nach dem legendären Golfer Harry Vardon, der ihn populär machte.

Vorteile:

  • Gutes Gefühl für die meisten Golfer mit durchschnittlicher bis großer Handgröße
  • Ermöglicht beiden Händen, während des Schwungs als eine funktionale Einheit zu arbeiten
  • Weit verbreitet unter Profigolfern

Nachteile:

  • Für sehr kleine Hände oder Golfer mit geringer Handkraft manchmal weniger stabil

Der Interlocking-Grip

Hier verhaken sich der kleine Finger der unteren Hand und der Zeigefinger der oberen Hand ineinander. Diese Variante wird oft von Golfern mit kleineren Händen oder kürzeren Fingern bevorzugt.

Vorteile:

  • Zusätzliche Stabilität durch die "Verzahnung" der Hände
  • Beliebt bei bekannten Profis wie Tiger Woods oder Jack Nicklaus
  • Gutes Gefühl von Einheit zwischen beiden Händen

Nachteile:

  • Kann bei größeren Händen unangenehm oder einengend wirken
  • Etwas gewöhnungsbedürftig für Umsteiger vom Overlap-Grip

Der Baseball-Grip (Zehn-Finger-Grip)

Bei diesem Griff berühren sich alle zehn Finger den Schlägergriff, ähnlich wie beim Halten eines Baseballschlägers, ohne dass sich Finger überlappen oder verhaken.

Vorteile:

  • Einfach zu erlernen, besonders für Anfänger und Kinder
  • Geeignet für Golfer mit geringerer Handkraft oder Einschränkungen in den Fingern
  • Vermittelt ein direktes Gefühl für beide Hände am Schläger

Nachteile:

  • Hände arbeiten tendenziell weniger als Einheit
  • Kann bei fortgeschrittenen Spielern zu weniger Kontrolle über die Schlagfläche führen

Worauf Sie unabhängig vom Grip-Typ achten sollten

  • Griffdruck: Der Druck sollte locker sein – vergleichbar mit dem Halten eines Vogels, den Sie weder fallen lassen noch zerdrücken möchten.
  • V-Form: Die V-Form zwischen Daumen und Zeigefinger beider Hände sollte parallel zueinander in Richtung Ihrer rechten Schulter zeigen (bei Rechtshändern).
  • Fingerposition: Der Griff sollte hauptsächlich in den Fingern liegen, nicht tief in der Handfläche.
  • Handposition am Schläger: Weder zu "stark" (Hände zu weit rechts gedreht) noch zu "schwach" (Hände zu weit links gedreht) – eine neutrale Position ist für die meisten Golfer der beste Ausgangspunkt.

Wie Sie den passenden Grip für sich finden

Es gibt keine pauschal "beste" Variante – am wichtigsten ist, dass sich der Griff für Sie komfortabel anfühlt und Sie die Schlagfläche konstant kontrollieren können. Probieren Sie idealerweise alle drei Varianten auf der Driving Range aus und beobachten Sie, mit welcher Variante Ihre Ballflüge am konstantesten werden.

Häufig gestellte Fragen zum Golfgriff

Muss ich meinen Griff ändern, wenn ich schon lange spiele?
Eine Grip-Änderung fühlt sich anfangs oft ungewohnt an und kann kurzfristig zu schlechteren Ergebnissen führen. Langfristig lohnt sich die Anpassung aber häufig, wenn der bisherige Griff nachweislich zu Fehlschlägen führt.

Welcher Grip ist für Kinder am besten geeignet?
Der Baseball-Grip eignet sich aufgrund der geringeren erforderlichen Handkraft und einfacheren Erlernbarkeit oft besonders gut für junge Einsteiger.

Wie erkenne ich, ob mein Griff zu stark oder zu schwach ist?
Schauen Sie auf Ihre obere Hand: Sehen Sie mehr als drei Knöchel, ist der Griff meist zu stark; sehen Sie kaum einen Knöchel, ist er tendenziell zu schwach.

Fazit

Ein technisch korrekter Griff ist die Grundlage für einen kontrollierten Schwung und konstante Ergebnisse. Nehmen Sie sich Zeit, die für Sie passende Variante zu finden – diese Investition zahlt sich langfristig in mehr Konstanz und weniger Fehlschlägen aus.

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